Zum Hinrundenfinale schafft die TSG den vierten Sieg in Folge. Gegen den SKC GH SpVgg Weiden hat Sebastian Peters Mannschaft keinerlei Mühe, mit 7:1 (17:7 Sätze, 3654:3343 Kegel) siegt Kaiserslautern erdrutschartig und lässt vom Ergebnis fast keinen Makel erkennen.

 

Einzig Pascal Nikiel musste seinen Punkt an Dennis Greupner abgeben. In die Vollen mit sehr schwachen 351:404 Kegel sollte dies jedoch der einzig nennenswerte Kritikpunkt im Spiel der TSG bleiben. Ins Abräumen stark, wendete Pascal Nikiel größeren Schaden ab, 1:3 mit 568:576 Kegel. Eine erstklassige Leistung von Florian Wagner im 2. Satz (174:130) brachte Thomas Immer stark in Bedrängnis (1:1, 306:266). Alle versuche des Weideners scheiterten anschließend an der coolness von Florian Wagner, der sich den Sieg mit 3:1 und 592:548 Kegel holte.

 

Als Pascal Kappler und Sebastian Peter von ihrem Aufwärmen zurückkamen, sahen die beiden Schlußspieler die völlig entfesselt spielenden Andreas Nikiel und Alexander Schöpe auf den Bahnen. Im 3. und 4. Satz eilten beide davon, Andreas Nikiel (4:0, 633:550 Kegel gegen Markus Schanderl) mit 331 Kegel und Alexander Schöpe (3:1, 598:555 Kegel gegen Manuel Donhauser) mit 333 Kegel! Die Mannschaftspunkte reine Formsache.

 

Von diesem starken Auftritt erholten sich die Gäste nicht mehr, 3:1 mit 162 Kegel Vorsprung für Kaiserslautern zu diesem Zeitpunkt.

 

Pascal Kappler zeigte sich zwei schlechten Spielen mit 626 Kegel wieder in Normalform, 3:1 gegen Michael Gesierich (562). Sebastian Peter lag nach 60 Wurf sogar auf Bahnrekordkurs (180+169=349), doch die demoralisierte Wirkung auf seinen Gegner Stefan Heitzer wirkten sich dann auf sein eigenes Spiel aus, 3:1 mit 637:552 Kegel.

 

Kapitän Sebastian Peter: ,,Unsere Gegner reisten bereits mit drei Niederlagen an und das spürte man auch. Mit so einem Ergebnis hatte ich aber nicht gerechnet, mit meiner Prognose lag ich komplett daneben. Wir konnten unser Spiel durchziehen ohne Gefahr in einen Konter zu geraten. Nach unserem 4. Sieg in Folge können wir einen beruhigenen Haken hinter die Hinrunde machen''.

 

(ck)

Die TSG hat nach drei Siegen in Folgen definitiv wieder in die Spur gefunden. Dies soll sich auch gegen Weiden nicht ändern wenn es nach Kapitän Sebastian Peter geht: ,,Besonders die letzten Auswärtsauftritte meiner Mannschaft waren phasenweise Spitzenklasse. Gegen Weiden werden die Aufgaben allerdings nicht leichter''.

 

Im letzten Heimspiel gegen den TSV Schott Mainz zeigten sich ungewohnte Schwächen. Dank eines starken Alexander Schöpe (653) der im Mittelpaar das Ruder rumriß, entging man einer Niederlage und rettete das 5:3. Gegen Weiden werden Fehler wie im Spiel gegen Mainz noch härter bestraft, da ist sich Sebastian Peter sicher.

 

Besonderes auf Michael Gesierich und Neuzugang Manuel Donhauser ist aufzupassen. Michael Gesierich spielte seine persönliche Bestleistung natürlich in Kaiserslautern und auch Manuel Donhauser wird seine Bestleistung von 619 Kegeln angreifen. Sollten Thomas Immer und Stefan Heitzer ebenfalls auf 600er Kurs liegen, muss Kaiserslautern eine ordentliche Schippe zum Rheinland-Pfalz-Derby drauflegen müssen.

 

Doch die Gäste wissen ganz genau auf welches gefährliche Terrain Sie sich begeben. Gerd Erben erlebte zum letztjährigen Saisonfinale gegen Pascal Kappler (674:546) sein persönliches Waterloo, Kaiserslautern gewann mit 5:3 und Weiden gab den sicheren Sieg noch aus der Hand.

 

Allerdings spielen beide Teams heuer unter anderen Vorzeichen. Im direkten Kampf ums Mittelfeld mit Chancen nach oben, sollte man im letzten Spiel der Hinrude auch so langsam auf die Tabellensituation der 1. Bundesliga schauen. Der Aufsteiger FSV Erlangen-Bruck und der TSV Breitengüßbach sind höchst Abstiegsgefährdet, so könnte es zu einem vermehrten Abstieg kommen. Umso wichtiger für beide Teams nicht den Anschluß zu verlieren.

 

(ck)