Nach dem überraschenden 7:1 im letzten Auswärtsspiel in Schweinfurt gelingt der TSG mit einem erneuten 7:1 (15:9 Sätze) in Großbardorf der nächste Große Coup.

Mit 3635 Kegel (zu 3497 Kegel) stellt Kaiserslautern zudem einen neuen Bahnrekord auf. Florian Wagner schockiert die Gastgeber mit dem Punktgewinn und 645 Kegel gegen den Ligaprimus Christian Helmerich und serviert Kaiserslautern den Sieg auf dem Silbertablett.

 

Zum ersten mal spielte die TSG beim Aufsteiger TSV Großbardorf. Dadurch konnte nur nach Schnittliste gestellt und taktiert werden, denn die Bahnen waren unbekannt. Im Startpaar zögerte Alexander Schöpe nicht und ging schnell in Führung (159:137). Nach drei Sätzen war der Punkt bereits sicher, mit 3:1 und 600:571 Kegel schlug er Marco Schmitt.

Ebenfalls den Punktgewinn in Reichweite sah Andreas Nikiel, der nach drei Sätzen mit 1:2 und 13 Kegel noch zurücklag. Doch Pascal Schneider zauberte im 4. Satz eine 181er Bahn auf die Anlage, zuviel für Andreas Nikiel (144). Mit 1:3 und 572:622 Kegel ging der Punkt nach Großbardorf.

 

1:1, 21 Kegel Rückstand.

 

Großbardorf bislang ohne große Sorgen, mit dem ehemaligen Zerbster und Nationalspieler Christian Helmerich folgte im zweiten Drittel zudem der schnittbeste Spieler der Liga. Unbeeindruckt von seinem Gegenüber spielte Florian Wagner mit 157:136 Kegel im 1. Satz eine saubere Bahn brachte Christian Helmerich bereits in Zugzwang. Dieser konterte auch: 179 Kegel im 2. Satz waren gut, Florian Wagner hielt mutig dagegen, 162. Auch im 3. Satz behielt Wagner die Nerven und blieb ruhig, 108:91 in die Vollen sorgten für Entspannung und am Ende für das 2:1, 169:154. Angetrieben von der eigenen Willensstärke blieb Florian Wagner auf Kurs, 157:158 zum Abschluß im besten Spiel seiner noch jungen Karriere bedeuteten den Sieg mit 2:2 und 645:627 Kegel!

Grund zu Freude auch auf den anderen Bahnen: Pascal Nikiel stellte sich ins Abräumen schöne Bilder und räumte sicher, im Schnitt 63 Kegel pro Satz! Dadurch kam der zweite Lauterer Youngster zu einem 4:0 Erfolg mit 611:548 Kegel, bereits der zweite 600er in einem Auswärtsspiel nacheinander. Renè Wagners Auswechslung durch Patrick Ortloff brachte somit keine Verbesserung.

 

Schockiert musste der TSV mit ansehen wie die TSG die Mauer im Mittelpaar durchbrach und nun alle Trümpfe in der Hand hielt, 3:1 mit 30 Kegel Vorsprung für Kaiserslautern.

 

Sebastian Peter startete mit 160 und 168, Stefan Roth kam dabei nicht mit, 139 und 153. Im 3. Satz ließ Sebastian Peter etwas nach, kam jedoch im 4. Satz zurück und gewann nie wirklich gefährdet mit 3:1 und sehr guten 632:571 Kegel. Bei Pascal Kappler legte sich im 3. Satz der Schalter nach einer unscheinbaren Provokation von Andy Behr um. Dieser zog beim gemeinsamen Anschwung zurück und löste dadurch bei Lauterns Topspieler den Knoten. Mit 575:558 Kegel konnte Pascal Kappler zwar nicht zufrieden sein, den Punktgewinn (2:2) ließ er sich jedoch nicht mehr nehmen. 

 

Stimmen zum Spiel

Florian Wagner: ,,Noch habe ich nicht so richtig realisiert was ich heute geschafft habe, es hat einfach alles gepasst und mit den Bahnen bin ich super zurecht gekommen''.

Sebastian Peter: ,,Unsere Taktik war gewagt, denn Christian Helmerich ist zuhause eine Bank und fast unbezwingbar. Wenn es ganz schlimm läuft liegen wir vor dem Finale mit 0:4 zurück ... Doch Florian hat ein super Spiel gemacht, darauf kann er wirklich stolz sein. Auch Pascal hat im Mittelpaar klasse gespielt, beide zusammen haben uns mit ihren Leistungen enorm geholfen und den Sieg fast auf dem Silbertablett serviert''.

 

Mit drei Siegen in Folge bezieht die TSG erstmal im Mittelfeld der Liga ihr Quartier und hat sich nach dem durchwachsenen Start stabilisiert. Im letzten Spiel der Hinrunde am 03.12. ist mit einem Sieg sogar der 3. Platz möglich.

 

(ck)