ck | Raffiniert und besonnen spielte Kaiserslautern gegen den Ligaprimus: Das 6:2 (15:9 Sätze, 3577:3499 Kegel) hält die Liga spannend weil der Gastgeber fast alles richtig machte.


Der bisher gute Riecher für Spielsituationen hat am diesem Spieltag allerdings nicht funktioniert. Von neuem Bahnrekord keine Spur und auch sonst zeigte sich Großbardorf äußerst verhalten. Ein wesentlicher Grund hierfür die taktische Umstellung der TSG. Pascal Kappler rückte in Startpaar, Kapitän Sebastian Peter blieb Schlussspieler. Die geplante Mannschaftsaufstellung der Gäste gekontert.


Gute Ergebnisse zu Beginn, dicke Punkte für Kaiserslautern. Florian Wagner gewann gegen Andy Behr mit 3:1 und 601:603 Kegeln. Pascal Kappler schaltete Pascal Schneider mit 2:2 und 624:602 Kegeln aus. ,,Dadurch wurde der Ball zu den Gästen gespielt, die nun mächtig unter Druck standen'', so Medienwart Carsten Kappler.


Zwar gingen die Mannschaftspunkte im Mittelpaar an Großbardorf, doch Kaiserslautern hatte die Fäden in der Hand. Andreas Wagner spielte 2:2 gegen Marco Schmitt mit 588:591 Kegeln. Pascal Nikiel gab gegen Christian Helmerich nur einen Kegel ab, 2:2 mit 594:595 Kegeln. ,,Es hätte auch 4:0 für uns stehen können, aber das war nicht ausschlaggebend. Christian Helmerich setzte sich vom Ergebnis nicht ab, das war wichtig'', erklärt Pascal Kappler.


Lauterns Finale geradlinig und unaufgeregt, das zeigte Wirkung. Sebastian Peter siegte mit 3:1 und 601:563 Kegeln gegen Patrick Ortloff/Matthias Menninger. Ebenfalls einen 3:1 Erfolg schaffte Andreas Nikiel gegen Torsten Frank bei 569:545 Kegeln.


Kaiserslautern ist es gelungen die beiden besten Großbardorfter ,,aus dem Spiel zu nehmen''. Dazu kam, dass der TSV durch die taktische Umstellung in die Pfälzer Falle tappte. Um den Sieg aber nicht verpuffen zu lassen, ist am 02.12. in Weiden (8:8) ebenfalls ein Sieg von Nöten. Mit 10:6 Punkten und Rang drei wäre ein Erfolg in der Oberpfalz zudem der erste Auswärtssieg der Saison.


ck | Für die TSG geht am es Samstag um Alles oder Nichts: Der überlegene Tabellenführer TSV Großbardorf reist mit 14:0 Punkten an und wird Kaiserslautern einiges abverlangen. Schon in der letzten Saison kam es zu einem 4:4, damals ohne die Schnittbesten Christian Helmerich und Pascal Schneider. ,,Beide werden am Samstag erwartet und wenn es ganz blöd für uns läuft, wackelt sogar der Bahnrekord von 693 Kegeln'', vermutet Medienwart Carsten Kappler.


Soll die Saison für die Pfälzer nicht schon in der Vorrunde abgehakt werden, ist Kaiserslautern gezwungen gegen Großbardorf zu gewinnen. Mit einem Sieg bleibt die Liga weiterhin spannend wenn die Verfolger mitspielen, eine Niederlage bedeutet 8:8 Punkte für die TSG und vielleicht sogar der zwischenzeitlich 8. Platz. Für die Gäste hingegen ist die aktuelle Tabellensituation ohne Verlustpunkte neu.

Kapitän Sebastian Peter rechnet dennoch nicht mit einem Leistungseinbruch: ,,Wer nach sieben Spieltagen so souverän oben steht, sollte auch auf unseren Bahnen eine gute Leistung abrufen können. Klar ist, dass wir alle Angriffe von Großbardorf abwehren müssen. Ohne Durchsetzungsvermögen ist das Spiel schnell entschieden wenn die Schnittbesten in den Gesamtkegeln zu weit weg sind. Verstecken müssen wir uns aber auch nicht, jeder von uns hat ein Leistungsvolumen von 600-680 Kegel drauf. Wenn wir das am Samstag mit hohen Ergebnissen beweisen können, bebt die Halle!''.