Rot-Weiß Hirschau 5:3 TSG Kaiserslautern

14,5:9,5 Sätze

3671:3556 Kegel

 

Tatsächlich zeigte sich Rot-Weiß Hirschau gegen die TSG wie berichtet als unberechenbar und auch Kapitän Sebastian Peter lag mit seiner Einschätzung im Vorbericht vollkommen richtig.

 

Das Spiel über sechs Bahnen fand nach dem ersten Durchgang keinen klaren Favoriten. Kaiserslautern hielt den Angriffen der Hirschauer stand und konterte nach Kräften. Sebastian Peter nutze im 3. Satz die Gunst der Stunde und spielte 138:116, dadurch kam er auf ein 2:2 mit 573:569 Kegel gegen Michael Oettl.

Im zweiten (134:154) und dritten Satz (125:158) seines Duells entschied sich für Andreas Nikiel das Spiel. Mit 1:2 (399:447 Kegel) zurück fand Lauterns Routinier jedoch wieder in die Erfolgsspur, fantastische 186:152 im 4. Satz. Der Punkt blieb in Hirschau, 2:2 mit 585:599 Kegel gegen Daniel Rösch.

Für Spannung sorgte auch das Duell Pascal Kappler gegen Bastian Baumer, welches sich auch sportlich auf ganz hohem Niveau bewegte: 1:1 nach Sätzen, 331:327 Kegel für Pascal Kappler zur Halbzeit. Danach eine Zitterpartie, 143:148 und der 3. Satz ging an Bastian Baumer. Schnell holte Pascal Kappler aber wieder auf, fulminante 120 in die Vollen zu 99. Ins Abräumen dann wie abgeschnitten, keine Anwürfe, alles nur Mitte. Doch der Vorsprung reichte (159:151), mit 2:2 und 633:626 Kegel rettete Pascal Kappler den Punkt übers Ziel.

 

2:1 nach Punkten für Kaiserslautern, Hirschau lag 3 Kegel vorne.

 

Anschließend wurde Sebastian Peters Einschätzung leider Realität. Robert Rösch hielt Alexander Schöpe von Beginn an immer auf Abstand, 167:140, 156:143 und 153:134. Doch auch Alexander Schöpe schaffte im 4. Satz eine Ergebniswende, 180:154. Das 1:3 mit 597:630 Kegel konnte er dadurch aber nicht mehr verhindern. Bei Patrick Krieger standen die befürchteten 655 Kegel an der Anzeige, während Pascal Nikiel nur 561 Kegel zu Fall brachte und 0:4 verlor. Für Christopher Braun endete sein Spiel wesentlich besser, 2,5:1,5 mit 607:592 Kegel waren Lauterns dritter Mannschaftspunkt.

 

,,Zwei starke Ergebnisse von Hirschau haben uns abgehängt, so wie es bisher immer passiert ist. Drei Mannschaftspunkte können wir natürlich gebrauchen, ein Unentschieden wäre sicherlich besser gewesen. Hirschau hat in den entscheidenden Phasen den Turbo gezündet und gewonnen, für uns heißt es nach vorne schauen und weiterhin versuchen Punkte zu holen'', erklärt TSG-Kapitän Sebastian Peter.

 

(ck)

Ob gegen FAF oder Rot-Weiß, die TSG konnte noch nie Punkte aus Hirschau mitnehmen. Im Sportpark auf der 6er-Anlage waren die Hausherren immer mal siegreich, auch wenn Kaiserslautern jedes mal ein Stück näher an einen Sieg herankam. Am Samstag heißt es ab 15:15 Uhr zu ungewöhnlicher Zeit ran an die Kugeln gegen die Rot- Weißen.

 

Noch ohne Heimsieg in der Liga, aber immer im Stande Einzelergebnisse jenseits der 630 Kegel zu erzielen oder ,,nur'' 560, Hirschau ist ein unberechenbarer Gegner. Gerade dies macht es Lauterns Kapitän Sebastian Peter schwierig für die weite Auswärtsfahrt zu planen: ,,Man kann im Vorfeld nie sagen ob ein Gegner gut oder schwach ist, plötzlich stehen da 650 auf der Anzeige und man selbst hat nichtmal 600 oder vielleicht andersrum. Klar ist, dass wir Ergebnisse über 600 Kegel erzielen müssen um überhaupt eine Chance zu haben, denn ein oder zwei Hirschauer werden wieder für Spitzenergebnisse sorgen, das war bisher immer so''.

 

(ck)