Wer glaubte, dass die knappe Niederlage gegen Fürth nicht zu toppen sei, wurde am Samstag gegen Bamberg 2 eines besseren belehrt. Mit 3:5 (11,5:12,5 Sätze, 3621:3623 Kegel) unterlag die TSG mit drei Kegel Rückstand und erhielt während dem Spiel zweimal Rot wegen Übertritt.

 

Nach Spielende lagen die Nerven in Kaiserslautern blank. Zwei Spiele so knapp zu verlieren ist nicht nur ägerlich, auch angesichts der erneuten Niederlage des Tabellenführers Amberg wäre für die TSG doch noch etwas möglich gewesen in puncto Tabellenspitze. Doch das ist jetzt wohl endgültig abzuschreiben.

 

Zu Beginn gelang Christopher Braun kein gutes Spiel gegen Dominik Teufel. Aktuell ohnehin in keiner guten Form, musste Braun den Punkt mit 0:4 und 559:600 Kegel abgeben. Zur Nervenprobe wurde für Florian Wagner sein Spiel gegen Sebastian Rüger. Ungewohnte Probleme bei seinem Anlauf sorgten für zwei rote Karten wegen Übertritt (45. und 63. Wurf). Der Matchverlust beim 1,5:2,5 mit 603:607 Kegel hätte verhindert werden können.

 

Für leichte Entspannung sorgten Alexander Schöpe und Pascal Nikiel die ihre Duelle im Mittelpaar gewannen. Alexander Schöpe zeigte sich konstant beim 3:1 mit 608:580 Kegel über André Roos. Pascal Nikiel bewies Stärke mit seinem 3:1 und 617:602 Kegel gegen Tobias Rückner.

 

Nahezu ausgeglichen (2:2) mit 2 Kegel Rückstand für die TSG stand es vor dem Finale.

 

Anschließend versuchen Sebastian Peter und Pascal Kappler den Sieg nach Kaiserslautern zu holen, doch Christopher Wittke und Thomas Müller hielten entschlossen dagegen. So gelang nur Sebastian Peter der Punktgewinn (2:2, 613:604), Pascal Kappler unterlag mit 2:2 und 621:630 Kegel.

Alles war möglich im Finale, Bamberg übernahm in den ersten beiden Sätzen (207:216 und 291:325) jedoch deutlich die Führung. Letzendlich zu viel Rückstand um die Niederlage noch abzuwenden.

 

Mannschaftsführer Sebastian Peter war nach dem Spiel bedient und es wird sicherlich Redebedarf nach zwei so knappen Niederlagen geben. Die Prognose 3600 Kegel spielen zu müssen bewahrheitete sich, allerdings rechnete niemand mit diesem Ausgang. Als wäre dies nicht schon Strafe genug, muss die TSG am nächsten Spieltag ausgerechnet zum Tabellenführer nach Amberg. Doch der Saisonverlauf zeigt, dass Kaiserslautern immer für eine Überraschung gut ist und sich auch durch Niederlagen nicht aus der Bahn werfen lässt, wenngleich die aktuelle Situation sicherlich außergewöhnlich ist.

 

(ck)

Am 12. Spieltag geht es für die TSG darum, die Niederlage gegen Fürth auszublenden und sich voll auf das Spiel gegen SKC Voctoria Bamberg 2 zu konzentrieren.

 

Auf heimischer Anlage wird ein junges Bamberger Team erwartet, darunter Sebastian Rüger und Thomas Müller, Mannschaftskollegen von Pascal Kappler bei der U23-WM 2016 in Novigrad. Mit 7:1 (3547:3478 Gesamtkegel) gewannen die Gäste letzten Samstag gegen Rot-Weiß Hirschau, Tabellenzweiter gegen Tabellendritten.

 

In den letzten drei Heimspielen ließ die TSG nichts anbrennen, die Zusatzpunkte für die Gesamtkegel wurden deutlich zu Gunsten von Kaiserslautern entschieden. Gegen Bamberg wird es allerdings auch ein starkes Mannschaftsergebnis brauchen: ,,3600 Kegel werden wir mindestens spielen müssen'', prognostiziert Kapitän Sebastian Peter.

 

Für Bamberg folgt ein weiteres Spitzenspiel gegen den Tabellenvierten Kaiserslautern, die TSG startet am Samstag in eine Spitzenspiel Serie. Es bleibt zu hoffen, dass das Spiel in Fürth ein Ausrutscher bleibt und die Mannschaft schnell umschaltet. Falls nicht, droht bereits am Samstag die positive Formkurve nach unten zu zeigen. Sebastian Peter will sich davon aber nicht beirren lassen: ,,Wir denken von Spiel zu Spiel, Fürth spielt keine Rolle mehr in unseren Köpfen. Bamberg wird schwierig, aber nicht unmöglich. Es wird sicherlich enge Duelle geben, doch ich setze auf die Willensstärke meiner Mannschaft bis zum letzten Wurf 120% zu geben.''

 

(ck)