Nach fünf Siegen in Serie verpasste der 1. SKK Viktoria 1921 Fürth der TSG eine Niederlage. Mit 3:5 (13:11 Sätze, 3357:3360 Kegel) verlor Sebastian Peters Mannschaft knapp, die Gastgeber hatten im ,,3. Akt des Fürther Dramas'' erstmals die Nase vorn.

 

Es kam wie es kommen musste: Zum dritten mal nacheinander wurde das Auswärtsspiel in Fürth in den Schlußsekunden entschieden. Diesmal half alles nichts, der Rückstand von fast 90 Kegeln war für Pascal Kappler und Sebastian Peter zu groß.

 

Pascal Nikiel spielte zum Start mit 596 Kegel das beste Ergebnis des Tages und konnte mit seiner Leistung durchaus zufrieden sein. 3:1 gegen Florian Möhrlein (581 Kegel), der erst im 4. Satz mit 168:145 überzeugte und vorher sichtlich mit seinem Spiel haderte. Florian Wagner kam gegen Matthias Schnetz nicht zum Mannschaftspunkt, holte im 4. Satz jedoch auf (163:141) und kam zu einem 1:3 mit 561:584 Kegel.

 

Alles offen nach den ersten 120-Wurf: 1:1 mit leichtem Rückstand (-8 Kegel) für die TSG.

 

Für Alexander Schöpe endete das Spiel nicht zufriedenstellend, nach der 2:0 Führung (278:267) gab er das Spiel noch aus der Hand. Dominik Gubitz sog die Stimmung der frenetisch anfeuernden Fans spürbar auf und holte sich den Punkt. Mit 2:2 und 554:566 Kegel war Alexander Schöpe bedient für diesen Tag. Als wäre das nicht schon ägerlich genug, kann man die Auftritte von Christopher Braun und Carsten Kappler als Totalausfall beschreiben. Zusammen kamen Sie auf 484 Kegel und 1:3. Thomas Wachtler und Oliver Schneider spielten zusammen 552 Kegel, wobei Wachtler nach sehr gutem Start mit 170 Kegel nach dem 2. Satz verletzungsbedingt das Feld räumte.

 

Ein herber Rückschlag für Kaiserslautern: 1:3 hinten und ganze 88 Kegel waren nun aufzuholen.

 

Mit der Sensation liebäugelnd machten die Fürther Fans und Zuschauer ordentlich Stimmung, aber auch die TSG ließ nicht locker und versuchte nach Kräften ihre Spieler zu pushen.

Im 1. Satz des Finales fast keine Veränderung in den Gesamtkegel. Anschließend tastete sich Kaiserslautern heran, Pascal Kappler (140:115 gegen Benjamin Wölfing) und Sebastian Peter (136:125 gegen Anton Hoffmann) verringerten den Rückstand von 88 auf 50 Kegel. Er lag nun wieder in der Luft, der 3. Akt des Fürther Dramas. Und Lauterns Schlußpaar schaffte es tatsächlich, kurz vor Schluß waren fast 50 Kegel pulverisiert.

Mit dem 29. Wurf blieb trotz guter Linie von Pascal Kappler ein Kegel stehen, er kam nicht mehr ins Volle Bild. Sebastian Peter spielte mit dem 29. Wurf die Mitte an. Weil Jens Maier, zwischenzeitlich für Benjamin Wölfing gekommen, einen Neuner kurz vor Schluß spielte, gewann Fürth mit drei Kegel.

Die TSG kam zusammen auf 334:284 Kegel im letzten Satz, herausragend dieser Kampfgeist. Pascal Kappler (3:1, 584:538 Kegel) und Sebastian Peter (3:1, 578:539 Kegel).

 

Während es für Fürth anschließend kein halten mehr gab und alle emotionalen Dämme brachen, war die Stimmung bei Kaiserslautern weniger glücklich. Pascal Kappler musste sich nach dem Spiel erstmal auf die Bahn setzen, zwar grippegeschwächt war dies jedoch sinnbildlich für den ernormen Kraftakt und die Höchstleistung der Lauterer in den letzten 48 Minuten des Spiels.

 

Viktorias Kapitän Jens Maier fand zur Verabschiedung folgende Worte: ,,Wir wussten, und nicht erst seit heute, dass ihr in Finale die beste Mannschaft der Liga seid. So gefährlich ist kein anderes Team und das hat man heute wieder gesehen. Die Fairness in den Schlußminuten trotz der angespannten Situation und mit der tollen Stimmung auf beiden Seiten war großartig. Wir sind natürlich glücklich über den Sieg, das ist keine Frage. Das rettende Ufer ist zwar noch nicht erreicht, doch mit dem zwei Punkten reisen wir wesentlich entspannter nach Mainz kommende Woche.''

 

Lauterns Kapitän erklärt: ,,Klar wäre es einfach den Finger auf das Mittelpaar zu zeigen, aber auch ich hätte nur eine neun mehr spielen brauchen. Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen. Das es wieder ein Krimi war mir fast schon klar, sicher hätte ich lieber die Punkte auf unserer Seite gesehen''.

 

Nach fünf Siegen in Serie endet der Höhenflug ausgerechnet gegen Färdd. Im sechsten Spiel gegen die Mittelfranken war es die erste Niederlage für Kaiserslautern, ein Drama dass sich am Samstag im 3. Akt zugunsten der Gastgeber entschied. Die TSG tut gut daran den Punktverlust schnell zu vergessen, denn in den nächsten Spielen warten mit Bamberg, Amberg und Hirschau schwere Brocken die aktuell die ersten drei Plätze der Tabelle belegen.

 

(ck)

Im ersten Spiel des neuen Jahres gastiert die TSG in Fürth. Der Tabellenachte steht mit nur zwei Siegen aus der laufenden Saison mächtig unter Druck, Kaiserslautern hingegen kann den 6. Sieg in Serie einfahren.

 

Trotz der klaren Favoritenrolle ist Lauterns Kapitän gewarnt, mit 5:3 aus den letzten beiden Jahren schaffte es die TSG nur knapp in Fürth zu gewinnen. Dabei entwickelte sich jedes Spiel zu einem Drama. In der Vorsaison lagen nach dem Spiel die Nerven blank, soviel Kraft kosteten die Schlußminuten. Und auch diesmal ist damit zu rechnen, wie Sebastian Peter erklärt: ,,Die Fürther Fans und Zuschauer werden für ordentlich Stimmung sorgen und die Mannschaft anspornen. Wir müssen die Ohren auf Taub stellen und cool bleiben.''

 

Für die Gastgeber bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten den Anschluß zum Mittelfeld herzustellen. Wenn Kaiserslautern patzt wird Fürth allerdings da sein und zuschlagen, da ist sich Lauterns Kapitän sicher.

 

(ck)