Nicht gepatzt, aber auch nicht glücklich ist die TSG Kaiserslautern nach dem 4:4 (11,5:12,5 Sätze, 3514:3487 Kegel) gegen die Nibelungen Lorsch 2. Der anvisierte Sieg scheiterte an zwei vergebenen Matchbällen.

 

In den ersten beiden Durchgängen kam Kaiserslautern durch Sebastian Peter (3:1, 605:591 Kegel gegen Manuel Ott) und Christian Engel (3:1, 599:564 Kegel gegen Stefan Wernz) zu zwei wichtigen Punkten. Florian Wagner zeigte lediglich im 4. Satz was er drauf hat (161:143), ansonsten war dies nicht sein Tag (1:3, 548:588 gegen Michael Schmitt. Alexander Schöpe hatte im Mittelpaar den ersten Matchball, ein Fehlwurf beim 119. und keine Chance mehr auf das Volle Bild, 2:2 mit 552:557 Kegel gegen Marinko Ruzic.

 

Statt 3:1 stand es nur 2:2, plus 4 Kegel Vorsprung für die TSG.

 

Im Finale ging Andreas Nikiels Punkt trotz besserer Gesamtkegel (567:565) an Ralph Müller (1,5:2,5). Mit dem letzten Wurf der Partie vergab Pascal Kappler Lauterns zweiten Matchball. Drei durch die Mitte (147:148) führten zum 1:3 Duellverlust trotz starker 643:622 Kegel gegen Michael Straub.

Mit einem 2:2 wäre der Mannschaftspunkt sicher gewesen und hätte dank der besseren Gesamtkegel zum 5:3 Auswärtssieg geführt.

 

So bleibt die TSG hinter den Erwartungen zurück und muss sich mit einem Punkt zufrieden geben. Kapitän Sebastian Peter erklärt:,,Das war natürlich anders geplant, aber wenigstens gehen wir nicht ganz leer aus auch wenn wir heute definitiv nicht zufrieden sein können. Da muss in den nächsten Auswärtsspielen mehr kommen, jetzt steht aber erstmal das erste Heimspiel vor der Tür auf das wir uns konzentrieren''.

 

(ck)

 

Nun zeigt sich ob die wochenlange Vorbereitung Früchte trägt, denn am Samstag kommt es zum ersten Spiel der neuen Saison in der 2. Bundesliga Nord/Mitte. Bei der 2. Mannschaft der Nibelungen Lorsch kann Kapitän Sebastan Peter aus den Vollen schöpfen, alle Spieler stehen zur Verfügung und ein Fehlstart wie letztes Jahr soll dringlichst vermieden werden.

 

Mit Null Punkten nach zwei Spielen war die beinahe Katastrophe für die TSG in der Saison 2015/2016 perfekt. Damit hatte man nicht gerechnet, galt man doch im Vorfeld als Aufstiegsaspirant und Titelanwärter. Doch nach den Sorgen der ersten Spiele kämpfe man sich zurück und belegte am letzten Spieltag noch den 3. Platz, ein kleiner Trost. Auch im DKBC-Pokal lief's rund, erst im Viertelfinale war gegen den späteren Sieger KC Schwabsberg endstation.

 

In dieser Saison soll vor allem in der Liga alles anders laufen, auch wenn die Vorzeichen nicht die besten sind. So musste der Weggang von Nico Zschuppe zum Landesligisten TSG Schwabenheim verkraft werden und auch im DKBC-Pokal war bereits in der 1. Runde schluß.

,,Unser Pokalspiel in Önsbach hatten wir uns natürlich anders vorgestellt, aber es ist wie es ist und nicht zu ändern'', resümiert Lauterns Kapitän. ,,Vielmehr hat uns die Spielstärke von Nico Zschuppe in der Vorbereitung gefehlt, diese zu ersetzen war weitaus schwieriger auch wenn wir es gut hinbekommen haben. Aber man sieht schon das hier noch einiges getan werden muss damit mannschaftlich ein kompakteres Ergebnis auf der Anzeige steht''.

 

Christian Klaus kann aktuell die Lücke von Nico Zschuppe schließen, doch dessen Studium wird ihn wie schon letzte Saison zu einigen Zwangspausen zwingen. Neuzugang Christopher Braun (ehemals GH Hohenecken) scharrt derweil schon mit den Hufen um sich einen Stammplatz in der 1. Mannschaft zu sichern.

 

Personell ist die Bundesligamannschaft also gut aufgestellt, Sebastian Peter mahnt dennoch: ,,Es gilt direkt zu Punkten um nicht wieder einem Rückstand hinterherzulaufen. Hier ist jeder Spieler gefordert an sein Leitungsmaximum zu gehen''.

 

(ck)