Wer nicht vor Ort war, musste auch am Liveticker zweimal hinsehen. Mit eisernem Willen drehen Teresa Whitfield und Katrin Barz ein schon verlorenes Spiel zum 5:3 (11,5:12,5 Sätze, 3322:3297 Kegel) für Kaiserslautern und lehren auch den ESV Pirmasens 2 das Fürchten.

 

Zuvor lief alles auf einen Sieg der Gäste hinaus. Für Nicole Spiegel kam ab dem 98. Wurf Sissi Wagner ins Spiel und rechtfertigte ihre Einwechslung mit 138:149 im 4. Satz. Der Punkt ging aber an Pirmasens, 0:4 mit 509:550 Kegel unterlag das Duo Almut Neu. Michaela Jung machte mit 570 Kegel ein gelungenes Spiel, Maria-Luise Weinkauff (593 Kegel) war jedoch besser und verpasst den 600er knapp, 1:3.

 

Angespannte Situation bei der TSG, 0:2 und 64 im Minus.

 

Simone Hartner kam anschließend nur mäßig in Fahrt. Zwar steigerte Sie sich von Satz zu Satz, doch 519 Kegel waren zu wenig. Mit 1,5:2,5 bedankte sich Ann-Katrin Neu (526 Kegel) für den Mannschaftspunkt. Psycholigisch extrem wichtig war der Punktgewinn von Christine Nikiel. Im 1. Satz (104:159) völlig neben sich stehend, gewann Sie die weiteren Sätze gegen Annette Fernekeß zum 3:1 mit 514:544 Kegel.

 

Rechnerisch war nun alles möglich, doch ein 1:3 Rückstand mit 101 Kegel weniger war schon gewaltig.

 

Im Finale fingen Teresa Whitfield und Katrin Barz dann an zu zaubern, anders kann man es wohl nicht ausdrücken. Teresa Whitfield verlor zwar den 1. Satz gegen Uschi Wetzel mit starken 156:164 Kegel, doch Katrin Barz kegelte in ihrer eigenen Welt, 168:120 gegen Petra Bimber.

Keine Momentaufnahme, denn auch im 2. Satz schob sich Kaiserslautern im Gesamtergebnis immer näher an Pirmasens heran. Teresa Whitfield 150:136 und Katrin Barz 151:116, unfassbar.

 

Halbzeit im Finale, nur noch 12 Kegel Rückstand!

 

Die Führung dann im 3. Satz, 146:135 für Teresa Whitfield, 152:132 für Katrin Barz die nun gegen Heike Scherer kämpfte. Vor dem letzten Satz kurzer Blickkontakt der beiden TSGlerinnen und rein ins Spiel.

 

Katrin Barz weiterhin ohne Gnade, 153:135. Eine Demonstration ihrer derzeitigen Form mit 624:503 Kegel über Petra Bimber/Heike Scherer. 121 Kegel besser beim 4:0, unfassbar. Uschi Wetzel attakierte währenddessen Teresa Whitfield ins Abräumen, doch diese hielt den Angriffen stand, 134:146. Mit 2:2 und 586:581 Kegel ging der Punkt nach Kaiserslautern. Die TSG geht mit 5:3 über die Ziellinie.

 

Katrin Barz: ,,So wie der Gegner gegen uns gestellt hat war die Taktik klar: Versuchen im Startpaar zwei Punkte zu machen, im Mittelpaar einen weiteren und im Gesamtergebnis vorne sein. Im Schlusspaar war sicherlich ein weiterer Punkt eingeplant um die Gesamtkegel zu halten. Die Taktik ging lange Zeit auf. Doch der Kampf JEDER einzelnen unserer Spielerinnen sollte am Ende mit dem Sieg belohnt werden ... Jeder Kegel zählte egal wie es steht. Mit Gelassenheit, Routine, Kampfgeist und Nervenstärke haben wir das Spiel gewonnen''.

 

(ck)

Die unnötige Niederlage in Rottweil, wenngleich man im Vorfeld nicht damit rechnete überhaupt um den Sieg mitzuspielen, fordert von den TSG-Frauen am Sonntag gegen den ESV Pirmasens 2 wieder alles ab. Es gilt Ruhe zu bewahren und sich auf die Heimbilanz zu konzentrieren, denn diese stimmt. Zwar ist das Match gegen den ESV erst das dritte Spiel zuhause, doch die bisherigen Auftritte stellen den Frauen anhand der Spielberichte und Analysen ein gutes Zeugnis aus. 3408 Kegel gegen den TSV Schott Mainz 2 (6:2) und auch der Aufsteiger KSC Önsbach wurde mit 5:3 in die Knie gewzungen.

 

Trotz der positiven Entwicklung ist gegen den ESV Pirmasens 2 alles möglich. Letztes Jahr entschied der letzte Wurf über Sieg oder Unentschieden. Mit 3385:3389 Kegel (4:2 Mannschaftspunkte) holten sich die Gäste den Sieg über die Gesamtkegel in einem sehr starken Duell von beiden Mannschaften.

 

Durch einem Sieg könnte die Lücke zum Mittelfeld geschlossen werden, derzeit liegt die TSG mit 4:10 Punkten auf dem 8. Platz und nur vier Punkte Rückstand zu Platz drei!

 

(ck)