Bittere Erstrunden-Niederlagen im Pokal

Männer:

Die erste Bewährungsprobe der neugeformten Männermannschaft in der 2. Bundesliga Nord/Mitte hätte fast in einer kleinen Sensation geendet. Mit dem Bundesligaaufsteiger EKC Lonsee und dem aktuellen U23 Sprint-Weltmeister Denis Annasensl kam ein schwerer Brocken direkt in der 1. Runde des DKBC-Pokals auf die Männer zu. In einer dramatischen Schlußphase ging das Spiel mit 3:5 (3488:3492 Kegel) zwar verloren, doch die Motivation und der Zusammenhalt der Mannschaft bleibt ungebrochen.


Zum Spielverlauf:


In der Startformation gingen für die TSG Daniel Hitzke und Florian Wagner an den Start. Deren Gegner waren Dieter Annasensl und Marcel Zimmermann.

Während Daniel sich ein Kopf-an-Kopf Duell mit Annasensl lieferte, zeigte Florian auf den ersten zwei Bahnen Nerven und verlor die Satzpunkte relativ deutlich. Für Mannschaftsführer Sebastian Peter trotzdem kein Grund zur Auswechslung:'' Ich weiß was Florian spielen kann. Dass er in seinem ersten Spiel für die 1. Mannschaft nervös war, ist doch verständlich. Außerdem lag er in den Gesamtkegel nicht so weit weg und er hat ja auf den zwei letzten Bahnen noch klasse gespielt.''

In der Tat, nach dem wackeligen Beginn legte Florian nochmals zu und spielte eine 138er und 162er Bahn zum Schluß, was ihm zwar den Mannschaftspunkt nicht mehr rettete, aber immerhin ein 2:2 nach Satzpunkten. Mit 523:544 Kegel blieb die Differenz überschaubar.

Daniel konnte trotz guter 603 Kegel den Mannschaftspunkt nach intensivem Kampf nicht gewinnen, mit 1:3 und 603:633 gab auch er den MP ab.

Somit stand es 0:2 nach dem Startpaar und -51 Gesamtkegel.

Pascal Nikiel und Andreas Nikiel mussten nun im Mittelpaar die MP sichern und Kegel gutmachen. Gegen Steffen Fälchle gewann Pascal die ersten drei Bahnen, lediglich die Schlußbahn wurde erneut zum Knackpunkt bei ihm und ganze 26 Kegel gab er dort wieder ab (121:147). Mit 3:1 und 561:552 wurde zumindest der notwendige MP geholt.

Andreas Nikiel hatte Mühe sich von Jörg Hauptmann abzusetzen. Jeder Satzpunkt war hart umkämpft und mit dem letzten Wurf entschied Andreas das Duell für sich. Durch die besseren Gesamtkegel 590:588 und 2:2 Satzpunkten konnte auch er den wichtigen Mannschaftspunkt einfahren.

Vor dem letzten Durchgang hieß es nochmals kräftig luftholen. 2:2 nach Mannschaftspunkten und -40 Kegel, das war zu schaffen.

Sebastian Peter lieferte sich mit Denis Annasensl einen erbitterten Fight um die Satzpunkte (150:159, 149:159, 150:148, 148:147), während Pascal Kappler Kegel um Kegel gutmachte gegen Andreas Merz. Das Duell Peter gegen Annasensl ging mit 2:2 und 597:613 an Annasensl doch die Partie war noch nicht entschieden.

Mit dem 49. Wurf hätte Pascal die drei noch stehenden Kegel abräumen müssen, dann ins Volle Bild nur 5 kegel werfen und die Partie wäre mit 5:3 gewonnen gewesen (Selbst bei Kegelgleichstand wenn nur 4 Kegel gefallen wären durch die mehr gewonnenen Satzpunkte). Doch anstatt drei Kegel fielen nur zwei ... Somit gingen die Zusatzpunkte an Lonsee, die Partie war verloren und das Erstrundenaus besiegelt. Das Duell Pascal gegen Andreas Merz endete 3:1 und 614:562 für Pascal.

''Normalerweise spiele ich das Bild mit verbundenen Augen ... Aber heute sollte es wohl nicht sein. Natürlich ärgere ich mich, trotzdem bin ich sehr stolz auf die Mannschaft das wir es geschafft haben Lonsee so in Bedrängnis zu bringen.''

Auch Sebastian Peter sieht in der Niederlage keinen Grund dafür den Kopf in den Sand zu stecken:'' Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Manchmal hast du das Glück auf deiner Seite und an Tagen wie heute eben nicht. Unsere Mannschaftsleistung insgesamt war gut, vier Spieler über, bzw. knapp an die 600er Marke und mehr gewonnene Satzpunkte. Das unser neues Team nicht gleich an die Stärke aus der Saison 2013/2014 anküpfen kann ist klar, trotzdem haben wir Größe gezeigt ... Jetzt können wir uns voll und ganz auf die Liga konzentrieren. Da wartet mit Bamberg 2 direkt am ersten Spieltag eine Hausnummer.''


Frauen:

Hatte man sich im Vorfeld eine Chance beim Post SV Mainz für das Weiterkommen im Pokal ausgerechnet, so wurde man beim Spiel eines Besseren belehrt.

Bereits im Anfangspaar geriet man auf die Verliererstraße. Lieselotte Engel hatte einen schwarzen Tag erwischt und baute Durchgang für Durchgang ab. Lediglich die erste Bahn konnte sie mit einem Satzpunkt für sich entscheiden, der Mannschaftspunkt ging aber an die Post SV. Nicht besser sah es bei Lena Zschuppe aus, die mit einer Erkältung startete und ihre Leistung nicht abrufen konnte. Sie  mußte deshalb nach 60 Wurf gegen Gisela Pitschi ausgetauscht werden. Auch hier konnten keine entscheidenden Akzente gesetzt werden. Die Gäste führten somit bereits im ersten Durchgang mit 2:0 Mannschaftspunkten, 7:1 Satzpunkten und 81 Kegel, was somit 2 weitere Kegelpunkte bedeutete.

Die Entscheidung fiel bereits im Mittelfeld zu Ungunsten der TSG. Christine Nikiel gewann zwar mit 2,5 SaP den Mannschaftspunkt. Diana Jurski-Groksch konnte leider nicht punkten. Mit 3:1 Mannschaftspunkten, 12,5 SaP und 170 Holz Vorsprung für die Gastgeber war somit auch ein Sudden Victory als letzte Hoffnung für die TSG ausgeschlossen.

Einziger Lichtblick waren Katrin Barz (554 Kegel) und Jenny Hafke mit 527 Kegel. Sie konnten die beiden Mannschaftspunkte für sich entscheiden.

Mit 5:3 MaP, 15,5 SaP und 3078:2979 Kegel schied man damit bereits vorzeitig in der ersten Runde des DKBC-Pokals aus. (Günther Pitschi)

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